Der Mensch kommt aus dem
Wasser – als Art und als Individuum – und sein Körper besteht zu einem großen Teil aus
Wasser. Seine Sehnsucht nach
Wasser ist insofern eine anthropologische Konstante.
Diese Sehnsucht wurde jedoch
in der Geschichte der Menschheit unterschiedlich befriedigt,
zeitweise sogar unter-drückt
(Wasser =Gefahr) oder rationalisiert (Wasser=Hygiene).
Heute zieht es die meisten Menschen, wenn sie sie Wahl und
die Zeit haben, jedoch für den
körperlich-seelischen Genuss
ans Wasser. »Badeurlaub« ist
die wichtigste Urlaubsform der
Deutschen! Manche Menschen
haben zwar auch Angst vor
dem Wasser – aber dann wird
Wasser als Bestandteil »schöner
Natur« aufgesucht.
Natur, wird in Zeiten, in denen die Menschen mit dem
schnellen sozialen, ökonomischen und technologischen
Wandel nicht mehr mitkommen, Zeiten, in denen sie sich vor der Zukunft ängstigen, zur
(vermeintlich) heilen, stabilen
Welt. Da gerade in Deutschland
noch eine lange Strecke des
notwendigen Wandels vor uns
liegt, kann man die Sehnsucht
nach Wasser und Natur ohne
weiteres als Megatrend annehmen. Flankiert wird er zudem
vom Megatrend Gesundheit, in
dem Wasser eine zentrale Rolle spielt.
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Prof. Dr. Felizitas Romaiß-Stracke
Frau Prof. Dr. Felizitas Romeiß-Stracke, ist
von der Ausbildung her Diplom-Soziologin und Stadtplanerin. Sie zählt zu den prominenten
Vordenkern der Freizeit- und Tourismus-branche. Das von ihr schon 1977 gegründete »Büro für Sozial- und Freizeitforschung« ist
auf Trendforschung und ihre Umsetzung in konkrete Unternehmens- Strategien und Pro-
jekte spezialisiert. Sie lehrt an der Technischen Universität München an der Architektur-Fakultät »Freizeit- und Tourismus-wissenschaft«.Ihr letztes Buch »Abschied von der Spaßgesell-
schaft – Freizeit und Tourismus im 21. Jahrhundert« war schon wenige Wochen nach Erscheinen Vergriffen.
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